BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Die Brühler Grünen

Stellungnahme der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Pressemitteilung der CDU Brühl in Sachen Brühler Schullandschaft

06.09.22

Die Brühler Schullandschaft befindet sich seit Jahren in einer Art Schieflage und jeder kann es sehen. Geringe Anmeldezahlen an Haupt und Realschule – trotz der kompetenten Arbeit beider Schulen – hingegen viele Anmeldungen an Gymnasium und Gesamtschule. Jedes Jahr müssen ca. 60 Kinder an der Brühler Gesamtschule abgelehnt werden, das entspricht zwei Klassen an Schüler*innen, die keinen Platz an der Schulform ihrer Wahl erhalten.

Das gemeinsame Lernen ist (außer in Deutschland und Österreich) überall in Europa üblich und zeigt hervorragende Pisa-Ergebnisse. Viele Brühler Eltern möchten diesem modernen europäischen Weg folgen. Sie sind davon überzeugt, dass nicht schon bei ihren Zehnjährigen feststehen sollte, ob sie einmal studieren oder einen anderen interessanten Berufsweg einschlagen werden.

„Wer – wie jetzt die Brühler CDU – die Schulform Gesamtschule als Einheitsschule im Sinne von Einheitsbrei bezeichnet, hat das Konzept einer Gesamtschule nicht verstanden“, so die Fraktionsvorsitzende Simone Holderried.

Es wird in Brühl weiterhin die Schulformen Gymnasium und Realschule geben, so dass alle Eltern, die für die frühe Trennung der Bildungswege sind, auch ihren Platz finden. Wir GRÜNEN möchten aber, dass alle die Brühler Eltern, die für ihr Kind eine Schule des gemeinsamen Lernens bis zum Abitur wünschen, auch einen entsprechenden Schulplatz bekommen.

Deswegen hat der Schulausschuss auf Antrag von SPD und GRÜNEN beschlossen, jetzt ein Konzept für eine weitere moderne Gesamtschule erarbeiten zu lassen. Ob eine zweite Gesamtschule in Brühl dann tatsächlich realisiert werden wird, hängt vom Elternwille der Kinder ab, deren Kinder dann in eine weiterführende Schule wechseln. Der schulpolitische Sprecher der GRÜNEN Ratsfraktion, Bela Kassan ist zuversichtlich, dass damit diesen Brühler Eltern ein zusätzliches und attraktives Angebot für ihre Kinder zur Wahl stehen wird.